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Wandmalprojekt
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Murales Globales
Internationales Wandmalprojekt Agenda 21 in Dörverden

Hauptansicht

Das Projekt
Das Wandmalprojekt in der Gemeinde Dörverden, Landkreis Verden, ist ein Teil des internationalen Projektes im Rahmen der Agenda 21 des Vereins Farbfieber e.V. unter der Schirmherrschaft der UNESCO.
Koordiniert vom Fachbereich internationale und interkulturelle Arbeit des VNB (Landeseinrichtung der Erwachsenenbildung), Hannover, gestalteten Künstlerinnen und Künstler aus Brasilien, Kuba, Mexiko, Nicaragua, New Mexiko-USA und Südafrika an sechs Orten in Niedersachsen Wandmalprojekte in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen.

Einer dieser Orte war die Gemeinde Dörverden.

Der Kontakt
Der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Thomas Brose, der als Entwicklungshelfer in Brasilien gearbeitet hatte, knüpfte Kontakte zwischen einem Künstler aus Avogados da Ingazeira im Nordosten Brasiliens und der Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe Dörverden, die Bestandteil des lokalen Agendaprozesses in der Gemeinde Dörverden ist.

Schnell waren Schulleitung, Lehrer/innen und Schüler/innen für die Idee zu begeistern, das Gebäude der Schule als "Leinwand" eines Wandmalprojektes zu nutzen. So trat im Sommer 1999 der brasilianische Künstler Edierck José da Silva mit seiner Gitarre vor die Schülerschaft des Schulzentrums und verzauberte den Schulalltag mit seiner Musik und seinen Ideen.

Der Entwurf
Unter Leitung der Kunstlehrerinnen Sabina Quast, Regina Pietzuch-Babovich und Anne Bollwinkel beteiligten sich 40 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt.

Zunächst entwarfen die Beteiligten Entwürfe zu dem Thema:

"Zusammenleben in einer Welt".

Edierck, wie er bald von allen genannt wurde, fertigte einen Gesamtentwurf, der im Schulgebäude ausgehängt und akzeptiert wurde.

   

Erstes Arbeitstreffen im Kunstraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Gerüstakt
Dann begann die Malphase. 200 Quadratmeter Fläche standen auf 2 Wänden zur Verfügung. Die Wände sind dem Schulhof zugewand und boten so für alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Entwicklung des Bildes zu verfolgen.
Die Malarbeiten wurden ganztägig von Edierck und jeweils kleinen Gruppen von Schüler/innen ausgeführt, die schwindelfrei genug waren, um auf dem 15 Meter hohen Gerüst zu agieren.

Edierck auf oberster Gerüsthöhe

 


Die Pausen
"Pause" war das erste Wort, mit dem die Schüler/innen die Sprachbarriere zu dem Künstler, der nur Portugiesisch spricht, überwanden, denn in den Pausen wurden die Akteure oft vom Gerüst gebeten, um Gespräche zu führen und Autogramme zu geben.
Auch an den Nachmittagen trafen häufig Besucher aus dem Dorf ein, um den Fortgang der Arbeiten zu bestaunen. Immer wenn mit Thomas Brose ein Dolmetscher zur Verfügung stand, wurden lebhafte Diskussionen mit Edierck geführt, der sich durch seine offene und zurückhaltende Art schnell Freunde schuf.

Pause


Das Bild
Jugendliche aus aller Welt helfen beim Aufbau einen neuen Welt, die im Einklang mit der Natur steht. Berstende Glasscheiben im linken oberen Bildbereich deuten die Überwindung der Trennung zwischen den Völkern an

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

 

Das Fest
Nach drei Wochen war es soweit. Mit einem brasilianischen Fest wurde das Gemälde eingeweiht. Musik der Martfelder Sambagruppe "Ovus di Campo" hallte über Schulhof und Schule, anerkennende Reden wurden geschwungen, Gaumen mit Chile con Carne erfreut und viele Gäste bestaunten das Kunstwerk.
Der Verkauf von T-Shirts mit Wandbildmotiven, Ausstellungen von Edierck da Silvas Ölgemälden und eine Fotodokumentation des Projektes rundeten die Feier ab.

Samba von "Ovus di Campo"


Die Anerkennung
Die Kunst Edierck da Silvas wurde in Dörverden begeistert aufgenommen. Weitere Wandbilder von ihm entstanden im Ort. Ein großes Wandgemälde ziert eine Innenwand der Freizeit- und Begegnungsstätte Soldatenheim, zwei Bushaltestellen wurden mit brasilianischen Motiven verschönert und ein Bauwagen in ein Kunstobjekt verwandelt.

Edierck ist abgereist. Zurück zu seiner Familie nach Avogados.
Durch die internationale Aufmerksamkeit, die das Projekt auf sich lenkte und die sich in Form von Zeitungsartikeln, Dokumentationen, Fotoausstellungen, Internetseiten und Filmen darstellt, ist ihm ein neuer, guter Ruf in seine Heimat vorausgeeilt.
Er nahm neue Erfahrungen mit nach Brasilien und lies uns seine Kunst und die Erinnerung an seiner freundschaftliche Art. Die Beteiligten des Projektes werden sich lange erinnern.

Ara (Ostseite)

Mehr Fotos von Edierks  anderen Projekten in Dörverden mit einem Klick auf den Button 

 

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